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iTest




Motivation

Durch die Vielzahl von neuen ISDN-Anlagen, Endgeräten und Diensten kommt es häufig zu Problemen, die nicht einfach dadurch zu finden sind, indem der betroffene ISDN-Anschluß überprüft wird. Als Systemtechniker muß man das ganze System aus ISDN-Anschluß, Endgeräten und, falls vorhanden, der Nebenstellenanlage, testen. Viele der hier auftretenden Probleme ergeben sich erst aus der Kombination der verschiedenen Systemkomponenten.

Um derartige Probleme identifizieren und lösen zu können, bedarf es eines leistungsfähigen Werkzeuges, das auf Protokollebene alle Nachrichten mitliest, analysiert, Fehler anzeigt und Hilfe zu Problemen liefert.

Merkmale

  • Preisgünstiger, ISDN-Monitor und Analysator für die S0-Schnittstelle und S2M-Schnittstelle
  • Statusanzeige der S0- und der S2M-Schnittstelle durch 13 Leuchtdioden
  • Zuschaltbare Abschlußwiderstände für S0
  • Modulares Konzept: "Nur-S0", "Nur-S2M" und Kombigerät möglich
  • D-Kanal-Protokoll-Analyse durch Anschluß eines PCs. D-Kanal-Protokolle: DSS1, 1TR6, Q.931, DKZE (12TR7) und X.31 (X.25 im D-Kanal). Andere in Vorbereitung
  • Dekodierung von X.25-Daten im D-Kanal (optional)
  • Dekodierung von X.25 und X.75-Daten im B-Kanal (optional, bisher nur für S0)
  • Dekodierung von PPP und TCP/IP im B-Kanal (optional, bisher nur für S0)
  • Multi-Device-Option zum gleichzeitigen Anschluß mehrerer iTest-Geräte an einen PC.
  • BERT-Analyseprogramm nach G.821 (optional, bisher nur für S0)
  • Batterie-, Akku- und Netzbetrieb
  • Kompletter Tester umprogrammierbar und update-fähig, durch FLASH-Technologie.
  • Kundenspezifische Programmierung möglich. Bis zu 16 Programmierungen gleichzeitig im Gerät

Beschreibung

TrunkNet iTest stellt eine neue Generation von ISDN-Testgeräten dar. Schon ohne angeschlossenen PC läßt sich der Status eines ISDN-Anschlusses beurteilen. Dabei werden an der S0-Schnittstelle die Stromversorgung durch den NT, Kabelvertauschungen, Aktivierungssignale und Aktivität auf den D- und B-Kanälen angezeigt.

An der S2M-Schnitstelle zeigt iTest die Rahmensynchronisation (LOS), Remote Alarm Indication (RAI), Multiframe Alignment (MFA), Verwendung der CRC-4-Prozedur, CRC-4-Fehler und Aktivität auf dem D-Kanal an.

Nach Anschluß eines PCs entfaltet iTest seine ganze Stärke. Mit der iTest-Software lassen sich alle Nachrichten auf dem D-Kanal mitlesen, analysieren und speichern. Dabei können auch Filter eingesetzt werden, um nur bestimmte Ebenen oder bestimmte Endgeräte zu sehen. Dies kann auch nachträglich und in verschiedenen Varianten geschehen, da ein vollständiges Logfile mitgeschrieben wird. Zusätzlich gibt es eine Hilfeebene, die es auch dem unerfahrenen Techniker erlaubt, Fehler zu erkennen.

Unterstützt werden bisher die Protokolle 1TR6, DSS1 (auch bilingual), Q.931, DKZE (12TR7) und X.31, wobei das Protokoll automatisch erkannt wird. Andere Protokolle sind in Vorbereitung.

Im sogenannten OverView-Modus wird jede Nachricht in einer Zeile dekodiert.

Der Short Form Decode läßt, im Gegensatz zum Full Decode, nebensächliche Elemente, wie Längenangaben weg. Dadurch wird die Übersicht erhöht.

Nachrichten werden vom iTest nicht nur dekodiert und angezeigt. Die Software "weiß" auch welche Nachrichten zu welchem Zeitpunkt erlaubt sind und verfolgt die "Rufzustände" (Call States) mit. Ebenfalls ist der Software bekannt, welche Informationselemente in bestimmten Nachrichten pflicht, optional oder nicht erlaubt sind. (Beispiel-Aufzeichnung)

Eine vollständige Liste der Versionen und Funktionen finden hier.

Optionen

Anwendungsbeispiel der Multi-Device-OptionDurch die spezielle Multi-Device-Option ist es möglich, gleichzeitig Daten von bis zu vier iTest aufzuzeichnen und auszuwerten. Dies ist besonders nützlich bei folgenden Konstellationen:

  • Nebenstellenanlagen, die sowohl externe als auch interne S-Schnittstellen besitzen
  • Nebenstellenanlagen und Endgeräte mit mehreren parallelen ISDN-S-Schnittstellen
  • Protokollumsetzer

Mit der X.25D-Decode-Option können Packetdaten der Ebene 3 im D-Kanal dekodiert und angezeigt werden (Beispiel).

Die Bit Error Rate Test Analyse (BERT) ermöglicht die Auswertung eines mitgelesenen BER-Tests nach G.821 an der S0-Schnittstelle.

Mit der X.25 B-Kanal-Option können an der S0-Schnittstelle X25 und X.75 kodierte Daten auf den B-Kanälen mitgelesen und dekodiert werden (HDLC, X.75, X.25, X.31

Mit der PPP-Option können an der S0-Schnittstelle Daten, die mit PPP übertragen werden, dekodiert werdem. Unterstützt werden die Protokolle PPP, UDP, TCP, IP, ICMP, PAP, CHAP, DNS, HTTP. (Beispiel)

Mit der S2M-Option ist möglich auch am ISDN-S2M-Anschluß zu messen. Dabei wird die Synchronisation (LOS), die Mehrfachrahmensynchronisation (MFA), der Status der A-Bits (Remote Alarm Indication, RAI), der Status der E-Bits (Remote CRC-Fehler) und Aktivität auf dem D-Kanal angezeigt. Mittels der PC-Analyse-Software lassen sich auch die D-Kanaldaten eines S2M-Anschlusses lesen, speichern und analysieren. (Beispiel)

Durch seine FLASH-Speichertechnologie, lassen sich kundenspezifische Programmierungen jederzeit nachrüsten. Dabei können bis zu 10 verschiedene Programme im iTest gespeichert werden. Diese lassen sich über einen Wahlschalter abrufen.

Technische Daten

S0-Schnittstelle
Art und Kodierung I.430
Rahmenstruktur 48 Bit in 250 us
Übertragungsrate 192 KBit/s +/- 50 ppm
Synchronisation auf NT-Daten (PLL)
Schnittstellenstecker RJ-45 (zwei Buchsen)

S2M-Schnittstelle
Art und Kodierung I.431, G.703/G.704, HDB3
Rahmenstruktur 256 Bit in 125 us
Übertragungsrate 2048 KBit/s +/- 50 ppm
Synchronisation auf Daten (PLL)
Schnittstellenstecker NTPM-Trennstecker, RJ-45, Krokodilklemmen

PC-Schnittstelle
Art und Kodierung V.24/V.28/RS-232
Rahmenstruktur keine
Übertragungsrate bis 230400 Bit/s
Synchronisation asynchron
Schnittstellenstecker DB-9F

Allgemeine Spezifikationen
Maße (B x H x T) 155 x 40 x 110 mm
Gewicht 290g (ohne Batterien)
Umgebungstemperatur 0° bis 40° C
Lagerung -20° bis 70° C
Luftfeuchte max. 90% (nicht kond.)
Betriebsspannung 4,2V - 8V
Leistungsaufnahme max. 0,5W
Programmspeicher 128 KByte Flash-EPROM, ladbar über PC

Für den Betrieb der S2M-Option und der B-Kanal-Optionen (X.25/X.75 und PPP) ist ein High-Speed-COM-Port mit mindestens 230.400 Bit/s nötig. Diese werden auf Anfrage als Zubehör geliefert.


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